Warum größere Auflagen pro Stück günstiger sind

In jedem Veredelungsprozess fallen sogenannte Fixkosten an – etwa für das Einrichten der Druckmaschinen, das Erstellen von Druckschablonen oder das Programmieren von Stickmotiven. Diese Vorbereitungen kosten Zeit und Geld – unabhängig davon, ob anschließend zehn oder hundert Textilien bedruckt werden. Der Effekt ist einfach: Je mehr Teile Du produzierst, desto stärker verteilen sich diese Fixkosten – der Stückpreis sinkt.

Ein Beispiel: Für die Einrichtung eines Stickprogramms fallen einmalig 60–80 € an. Bei einer Bestellung von zehn Poloshirts wären das 6–8 € pro Shirt – bei 100 Shirts nur noch 60 Cent. Genauso verhält es sich beim Siebdruck, wo für jede Farbe ein separater Film und Sieb hergestellt werden muss. Diese Herstellung ist aufwendig, lohnt sich aber wirtschaftlich erst bei mittleren bis großen Mengen – denn sobald die Maschinen laufen, sind die tatsächlichen Druckkosten pro Shirt minimal.

Kurz gesagt: Sobald Du die Hürde der Fixkosten genommen hast, wird jeder weitere Artikel günstiger – ein klassischer Skaleneffekt.

Druckverfahren im Vergleich: Wo lohnen sich große Mengen?

Unsere MissionDigitaldruck (DTG) – Ideal für kleine und mittlere Auflagen

Der Digitaldruck punktet durch Flexibilität: Kein Sieb, keine Mindestmenge, keine Einrichtungskosten. Dein Motiv wird direkt vom Rechner auf das Textil übertragen. Das macht DTG ideal für Einzelstücke, kleine Auflagen oder Motive mit vielen Farben. Allerdings ist der Prozess langsamer und die Farbe teurer – bei großen Mengen wird DTG dadurch kostspieliger als der Siebdruck.

Transferdruck – Die clevere Mitte

Beim Transferdruck wird das Motiv auf eine Trägerfolie gedruckt und dann auf das Textil gepresst. Dieses Verfahren eignet sich gut für mittlere Auflagen. Viele Anbieter kombinieren sogar Transfer und Siebdruck: So werden beispielsweise hunderte Logos im Siebdruck vorbereitet, eingelagert und dann bei Bedarf flexibel auf Textilien gepresst – wirtschaftlich sinnvoll und gleichzeitig flexibel für Nachbestellungen.

Typische Schwellenwerte: Wann sich welche Menge lohnt

Viele Dienstleister arbeiten mit Staffelpreisen. Die magischen Schwellen liegen meist bei 10, 50, 100, 250, 500 oder 1000 Stück. Ab jeder Stufe sinkt der Stückpreis. Ein einfaches Beispiel:

  • 10 T-Shirts mit einfarbigem Druck: ca. 12–15 € pro Stück
  • 50 T-Shirts: etwa 6–8 € pro Stück
  • 100 T-Shirts: häufig nur noch 4–5 € pro Stück

Natürlich hängen die konkreten Preise von Motiv, Druckverfahren, Textilqualität und Veredelungsart ab – doch die Tendenz ist immer gleich: Mit wachsender Menge sinkt der Preis pro Teil deutlich. Daher lohnt es sich oft, leicht mehr zu bestellen, um die nächste Preisstaffel zu erreichen.

Kleinmengen vs. Großbestellung – wann was sinnvoll ist

Manchmal macht es Sinn, nur wenige Teile zu produzieren – etwa, wenn Du neue Designs testest oder individuelle Einzelstücke brauchst. Hier kommen Print-on-Demand oder Digitaldruck ins Spiel: Kein Lager, kein Risiko, sofort lieferbar. Diese Flexibilität hat aber ihren Preis – denn der Stückpreis ist vergleichsweise hoch. In der Regel werden auch Mindermengenzuschläge verlangt

Wenn Du aber weißt, dass Du regelmäßig bestimmte Textilien brauchst – etwa für Mitarbeitende, Vereinsmitglieder oder Kundengeschenke – lohnt sich eine größere Bestellung. Du senkst nicht nur die Kosten, sondern profitierst auch organisatorisch: Alle erhalten die gleiche Ausstattung, Farbchargen und Größenverteilung sind einheitlich, der Aufwand ist geringer.

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